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Christine Bertram
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Großes Interesse am 4. Nordoberpfälzer Wundforum


Wenn Wunden nicht oder nur schwer heilen


Schwerpunktthema des 4. Nordoberpfälzer Wundforums ist die "palliative Wunde" und ihre Versorgung. Darunter versteht man Wunden bei Krebspatienten, aber auch bei alten, schwer gefäßkranken Patienten, die keine Chance auf eine völlige Abheilung haben.

Zu Beginn des Forums sorgte das "Didgeridoo Ensemble Boundless" um Wolfgang Wittmann aus Weiden für ungewohnte Klänge im Hörsaalgebäude der HAW. Chefarzt Dr. Eberhard Müller von der gefäßchirurgischen Klinik am Klinikum Weiden begrüßte als Veranstalter die Anbieter der Ausstellung sowie namhafte Referenten.

 

Bloß nicht ins Krankenhaus


Christine Bertram referierte über die palliative Versorgung bei Nicht-Tumorpatienten. Dem engagierten ambulanten Betreuer von Patienten sei es leider nicht immer möglich, die Abheilung von Wunden herbeizuführen. Der Wunsch des Patienten, sich nicht in stationäre Behandlung zu begeben, oder die Ablehnung mancher therapeutischer Maßnahmen, sei zu akzeptieren. Dieses Problem mache besonders ambulant tätigen Ärzten, Pflegediensten und Wundexperten zu schaffen. Trotzdem dürften diese nicht nachlassen in ihrem Bemühen, die ihnen anvertrauten Patienten empathisch zu betreuen.

Professor Dr. Marcus Lenhardt, Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte Bochum, erläuterte die Möglichkeiten der plastischen Chirurgie bei Tumorpatienten. Tumore an der Körperoberfläche können amputiert und wieder gedeckt werden. Dass dies dem Patienten zum Vorteil verhilft, verdeutlichte er in Bildern. Robert Zimmer von der Stationsleitung an der Chirurgischen Uniklinik Erlangen sprach über "Die Pflege von Menschen mit onkologischen Wunden".

Mit "Medikamentöser Therapie bei palliativen Wunden" beschäftigte sich Dr. Stephanie Kuchlbauer, Ärztliche Leiterin der Palliativstation in Neustadt. Die symptomatische Behandlung der unheilbar erkrankten Patienten liegt auf der Schmerztherapie. Die Botschaft ist, dass die schwerstkranken Patienten möglichst weitgehend von ihren Schmerzen befreit werden müssen. Es gebe keinen Grund, dabei nicht auch stärkste Schmerzmittel, natürlich auch Morphine, anzuwenden.

Krankenschwester Petra Götz ist Expertin für Aromapflege in der Wundversorgung. Sie erläuterte spannende Möglichkeiten mit Naturprodukten wie Rosenöl, die Beschwerden lindern und Gerüche neutralisieren können. Dr. Ronny Rudi Richter, Assessor der Rechtsabteilung der Kassenärztlichen Vereinigung, informierte über Folgen des neuen Antikorruptionsgesetzes. Das regte zur Diskussion an, da es durchaus unverfänglich erscheinende Gepflogenheiten im Gesundheitswesen gebe, die einer rechtlichen Überprüfung schwer standhalten würden.

Workshops über palliative Wundversorgung boten Beate Spickenreuther, Robert Zimmer und Palliativmedizinerin Dr. Margarete Pickert an.

Foto: Die Organisatoren des Wundforums: (von links) Jörg Rothballer, Kerstin Hess, Dr. Stephanie Kuchlbauer, Dr. Konstantin Kirchmayr, Christine Bertram, Beate Spickenreuther, Chefarzt Dr. Eberhard Müller. Bild: rdo

Quelle des Artikels: Der Neue Tag (onetz.de)